PlanQuadrat 24 + 1

Konzept ab 2010

KW Stegers wählt für die Bilder dieser Serie die Formate 15 x 15 (Acryl auf Papier) und 60 x 60 cm für die Gemälde. Er teilt die Bildfläche in 5 x 5 gleichgroße Quadrate, so dass sich eines in der Mitte des Bildes befindet. Mit seinen Entscheidungen über die Farben und die Anordnung der Quadrate will der Künstler den Blick von dieser „konstruktionsbedingten“ Mitte ablenken und das durch die Einteilung gegebene Zentrum relativieren.

Stegers färbt ein Quadrat (mutmaßlich das mittlere) rot und verlegt es abseits der Bildmitte. An diesen „Kern“ werden die verbliebenen 24 Quadrate in verschiedenen Grautönen angelagert. Wie viele Elemente welche Färbung erhalten, entscheidet nicht der Zufall. Stegers bildet die „Blöcke“ nach den von der Zahl 24 abgeleiteten Möglichkeiten: So können 4 x 6, 6 x 4, 8 x 3, 3 x 8 Quadrate ein Farbfeld bilden und zusammen die Fläche füllen, oder es addieren sich 4 + 8 + 12 oder 3 + 5 + 7 + 9 Elemente zur Zahl 24.

Ein großer Teil dieser Kompositionen ist mit Acrylfarbe auf 30 x 40 cm Papier ausgearbeitet. Das Motiv ist jeweils 15 x 15 cm. Jedes quadratische Element ist einzeln ausgemalt, so dass auch die Anzahl der Quadrate gleicher Grautönung nachzuvollziehen ist.

Die hier gezeigten Abbildungen zeigen Gemälde im Format 60 x 60 cm in der Feldaufteilung 24 + 1 mit drei Grautönen (4 + 8 x 12) und einem roten Quadrat oder mit vier Grautönen (3 + 5 + 7 +9). Auch hier sind alle Quadrate einzeln ausgemalt. Beim Ausmalen lässt die Farbe am Rand jedes Quadrats eine Art Grat entstehen. Deshalb bleibt bei genauerem Hinsehen das 25er-Raster erkennbar.

Text: Dieter Gewitzsch, Juni 2021