"PlanQuadrat – Steine" Idee und Konzept 2010

Konzept

In den Alpen markieren auf Steine gemalte farbige Zeichen im Gelände den Weg und dienen der Orientierung. Mit der Zeit wachsen Flechten auf den Steinen und die Farbe verwittert oder platzt ab. Das Bild hat sich verändert. Reste der eingebrachten künstlichen Farben und die natürliche Färbung der Steine und Flechten bilden ungewöhnliche Kompositionen. Die Reihe „PlanQuadrat –Steine“ greift diese Motive auf. Jedes Bild nimmt seinen Anfang mit der fotografischen Dokumentation eines Wegzeichens.

Konstruktionsprinzip

Mit dem Titel „PlanQuadrat“ reiht der Künstler seine „Steine“ in die Gemäldegruppe ein, in der sich schon die „Orte“ und die „Ahornallee“ befinden. Gemeinsam ist den Arbeiten „Steine“ u.a. das Konstruktionsprinzip: 36 Quadrate sind zu einem Quadrat angeordnet. Die Summe der ungeraden Zahlen von eins bis elf, also sechs Positionen (1+3+5+7+9+11), ist 36. Jeder Position ist eine Farbe zugeordnet. Die Ziffer bestimmt, wie oft eine Farbe ein Quadrat füllt. Farbe eins bekommt nur ein Feld zugewiesen, Farbe elf erscheint im 36-Raster mit eben elf Quadraten.

Regeln zu Verteilung der Farben

Mit einigen ergänzenden Regeln sorgt der Künstler für eine harmonische Verteilung der Farben: Den Farben der Wanderzeichen sind die Positionen eins uns drei vorbehalten; die künstlichen Farben bedecken so immer vier Quadrate. Die naturgemäßen Farben der Steine und Flechten erscheinen zahlreicher, sie werden auf die Positionen 5, 7, 9 und 11 verteilt. In der abschließenden Anordnung sollen Muster aus gleichgefärbten Feldern (Ketten, Treppen oder schachbrettähnliche Formationen) vermieden werden.

 

Text Dieter Gewitzsch, 2015